Navigationsgerät

Navigationsgerät – was gibt es darüber zu wissen?

Die Zeiten, als Autofahrer sich jährlich mit einem neuen Autoatlas eindeckten und vor der Urlaubsreise beim Automobilclub noch schnell Kartenmaterial besorgten sind vorbei. Heute sorgt das Navi dafür, dass sie auf dem rechten Weg bleiben. Das ist praktisch und erleichtert die Fahrt in unbekanntem Terrain. Aber die Geräte können heute noch viel mehr und wer vor dem Kauf steht, hat die Qual der Wahl.

In folgendem Ratgeber möchten wir alles Wichtige und Wissenswerte zum Thema Navigationsgerät erläutern. Wir testen die Navigationsgeräte nicht selbst sondern fassen die Bewertungen der Käufer zusammen.

Die TOP Navigationsgeräte im Vergleich

ModellGarmin nüvi
57LMT
TomTom
Start 52
BildGarmin nüvi 57LMT Navigationsgerät (lebenslange...TomTom Start 52 Navigationsgerät (13 cm (5 Zoll) Display,...
Display5 Zoll5 Zoll
FunktionenFahrspurassistent
Kartenupdates
Verkehrsfunklizenz
Fahrspurassistent
Kartenupdates
Softwareupdates
ZubehörKFZ- Ladekabel
Saugnapfhalterung
USB Kabel
CN Kartenmaterial
Schnellstartanleitung
KFZ- Ladekabel
Integrierte Halterung
USB Kabel
Produktinformation
Kaufen Zu Amazon Zu Amazon
Preisab 359,67 EUR125,99 EUR
Details Zum Bericht Zum Bericht
Preisaktualisierungam 20.09.2017 um 16:37 Uhram 20.09.2017 um 16:37 Uhr

Möglichkeiten der Navigation mit technischer Unterstützung

Heute gibt es drei Optionen, sich mit Elektronik lotsen zu lassen. Diese sind eine App für das Handy, Autoradios mit Navifunktion und das mobile Navigationsgerät. Apps für das Handy sind oft kostenlos erhältlich, können aber selten ein Navigationsgerät ersetzen.

Das Display ist sehr klein, die Bedienung umständlich und meist funktionieren die Geräte nur bei bestehender Internetverbindung. Dies kann nur eine Notlösung sein. Das Autoradio als Navi ist eine teure Lösung, die außerdem bei Dieben sehr beliebt ist. Diese Geräte werden meist nur in teuer Neuwagen eingebaut.

Der Einbau von Receivern um ein vorhandenes Radio nachzurüsten ist nicht immer möglich und außerdem mit einem hohen Aufwand verbunden. Fest installierte Navis sind daher weniger gefragt. Die meisten Autofahrer entscheiden sich für ein mobiles Gerät. Es hat den Vorteil, dass es einfach zu montieren ist und nicht im Wagen verbleibt. Für Langfinger bietet es also keinen Anreiz das Auto auszubrechen.

Außerdem ist es problemlos auch für den Zeitwagen oder das Motorrad zu verwenden. Je nach Ausführung ist es auch ein nützlicher Begleiter bei Radtouren oder Wanderungen.

Typische Merkmale mobiler Navigationsgeräte

Die Geräte wurden speziell für die Darstellung kleiner Kartenausschnitte konzipiert. Das Display hat daher eine Größe, die eine Orientierung auf den ersten Blick ermöglicht. Die Bedienung ist auf die Eingabe von wenigen Daten ausgelegt und in der Regel intuitiv möglich.

Die Software bietet meist nach der Eingabe weniger Buchstaben Auswahlalternativen an, die speziell Adressen und Koordinaten berücksichtigt. Üblicherweise lassen sich sich Routen speichern und für die Rückfahrt lässt sich eine Start/Zielumkehr nutzen.

Zur Standard Ausstattung gehören ein Akku, der sich über den Zigarettenanzünder des Auto aufladen lässt und eine GPS Antenne. Die Eingaben erfolgen über Berührung des Bildschirms, meist sind nur ein oder zwei Tasten vorhanden. Das Display hat in der Regel eine Diagonale von 5 bis 7 Zoll. Die Darstellung der Karten erfolgt in 2 D.

Unterschiede gibt es beim Kartenmaterial und der Darstellung in 3D. Alle Geräte sind mit einem Satz Karten für Deutschland ausgerüstet, der sich nach dem Kauf gratis auf den neusten Stand bringen lässt. Weniger verbreitet ist ein europäischer Kartensatz und Kartenmaterial für die ganze Welt oder gar Seekarten. Die Displayauflösung beträgt bei den teuren Geräten meist 800×480 Pixel, während die billigeren sich mit 480×272 begnügen.

Funktionen, die nichts mit der Navigation zu tun haben

Das Navi ist heute vielfach ein Teil des Infotainment. Sie haben ein UKW-Empfangsteil und werten Daten aus dem Verkehrsfunk (TMC) aus oder nutzen über Transport Protocol Expert Group (TPEG) des DAB+-Signal.

Sie zeigen Staus an, bieten Alternativen, wie dieser zu umgehen ist. Geräte die mobile Datenverbindungen (3G / UMTS / LTE) nutzen sollte sich jeder vor dem Kauf genauer anschauen.

Einige haben ein Mobilfunkmodul das einen Sim-Karte benötigt, andere müssen mit einem Smartphones für den Internetzugang gekoppelt werden. Datenverbindungen haben den Nachteil, dass das Datenvolumen, das bei vielen Verträgen gratis zur Verfügung steht, rasch aufgebraucht. Im Ausland fallen außerdem oft hohe Zusatzgebühren an.

Über das GPS-Signal können manche Geräte die Fahrgeschwindigkeit messen und davor warnen, wenn der Wagen die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreitet. Viele Geräte enthalten außerdem einen Radarwarner, das heißt sie zeigen an, wo stationäre Radaranlagen sind.

Dieser ist in der Regel verboten und sollte unbedingt abschaltbar sein. In Österreich und der Schweiz drohen hohe Geldstrafen, in Deutschland ist dies noch eine Grauzone.

Die Möglichkeit Handy, Radio und Navi zu koppeln ist eine sinnvoll Option, da auf diese Art telefonieren im Auto über eine solide Freisprecheinrichtung möglich ist. Das Radio schaltet automatisch auf die Übertragung des Gesprächs um, wenn ein Anruf aus- oder eingeht.

Navis, die vielfältig nutzbar sind

Wer sein Navigationsgerät ausschließlich für den Pkw benötigt, braucht weder Wanderkarten noch ein wasserdichtes Gerät. Soll es auch für das Motorrad, das Fahrrad oder andere Outdooreinsätze dienen, muss es die Bedingungen der Schutzart IPX7 erfüllen, also auch zeitweiliges Untertauchen verkraften. Außerdem sollte es unempfindlich gegen Stöße und Schräglagen sein.

Spezielle Navis für Motorräder lassen sich in der Regel sogar mit Handschuhen bedienen. Eine lange Akkulaufzeit ist wichtig, wenn es auf Fahrrad und Wanderungen sein Dienst tun soll. Die meisten Navigationsgeräte eignen sich auch für Lkws, da die Software Filterfunktionen anbietet, die Durchfahrthöhen und -breiten sowie für Lastkraftwagen gesperrte Routen und mautpflichtige Strecken berücksichtigt.

Fahrer schätzen auch, das manche Geräte helfen einen Standplatz für die Nacht zu finden. Welche Funktionen verfügbar sind, sollte jeder vor dem Kauf prüfen. Auch ist zu bedenken, dass im Lkw mehr Platz vorhanden ist und der Fahrer oft weiter vom Display entfernt sitzt als im Pkw. Ein großes Display ist daher sinnvoll.

Für größere Unternehmen bieten sich Geräte mit einer Software an, die eine Schnittstelle zum eigenen Flottenmanagementsystem hat.

Nachhaltigkeit der Geräte

Bei den billigen Navigationsgeräten besteht nachdem Kauf die Option die Karten gratis auf den neusten Stand zu bringen. Danach ist meist jährlich gegen eine Gebühr das Updaten der Karten möglich. Die Kosten für ein solches Update sind oft erheblich.

Einige Hersteller bieten ein Lifetime-Update an, mit einem lebenslangen Kartenupdate. Diese Geräte sind in der Anschaffung etwas teurer, dafür besteht nie die Gefahr mit veralteten Karten unterwegs zu sein. Folgekosten entstehen bei diesen Modellen nicht.

Mit dem Preis steigt der Komfort

Die Preisunterschiede bei den Navigationsgeräten sind erheblich. Generell gilt, je höher der Preis umso mehr nützliche Funktionen hat das Navi. Auch sind Modelle mit großem Display und hoher Auflösung in der Regel teurer. Im Hinblick auf das Zubehör gibt es wenig Unterschiede. Die nötigen Anschlusskabel sind immer dabei. Ladegeräte sind nur selten im Lieferumfang enthalten, da der Betrieb über das Bordnetz des Fahrzuges erfolgt.

Kfz-Halterungen einfacher Art gehören oft zum Lieferumfang, aber die meisten Autofahrer besorgen sich lieber einen Halter, der zum Fahrzeug passt.

Einen Teil der nützlichen Features wurden bereits erwähnt. Lifetime-Update, Stauwarnung und die Warnung, dass die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritten wird sind einige der Zusatzfunktionen. Schon recht günstige Geräte bieten die Option, verschiedene Routen zu wählen. Man kann sich vor der Fahrt entscheiden, ob es über die schnellste, die kürzeste oder die schönste Strecke gehen soll.

Hochpreisige Navis lassen sich über Sprache steuern, ein wesentliche Sicherheitsaspekt, den Vielfahrer nutzen sollten. Eine verbesserte Sprachausgabe hilft besonders bei der Orientierung in Städten. Das Navi sagt nicht nur „rechts abwiegen“ sondern nennt auch den Straßennahmen.

Besonders für Motorradfahrer ist die Option sich die Ansagen über Bluetooth auf ein Headset übertragen zu lassen sinnvoll. Mit Helm und im Fahrtwind sind die Ansagen sonst kaum zu verstehen. Filmaufnahmen während der Fahrt, die einige Geräte bieten, nutzen in Deutschland bei einem Unfall wenig. Aber die Zusatzfunktionen wie Kollisionswarner und Spurhalteassistent erhöhen die Sicherheit erheblich.

Fazit

Navigationsgeräte sind dem Smartphone mit Navi-App weit überlegen. Autofahrer die nicht nur gelegentlich elektronische Hilfe bei der Orientierung brauchen, sollten sich zumindest ein einfaches und günstiges Navi zulegen.

Wer häufig mit dem Auto unterwegs ist, wird schnell den Nutzen eines hochwertigen Navigationsgeräts schätzen lernen. Dies gilt wegen der Zusatzfunktionen wie Stauwarnung auch für Fahrer, die auf ihnen bekannten Strecken unterwegs sind.

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